Der Mythos von Sport und Abnehmen

Wer regelmäßig The Myth About ExerciseSport betreibt, ist weniger gefährdet Herzbeschwerden, Diabetes, Krebs oder viele andere Krankheiten zu bekommen. Doch warum er zum Abnehmen fast gänzlich ungeeignet es, beschreibt John Cloud in einem Artikel des New Yorker Magazins „TIME“.

Mehrere Studien bestätigen Eric Revussin, Lehrstuhl für Diabetes und Stoffwechselerkrankungen an der State University in Louisiana, wenn er sagt: „Sportliche Betätigung ist zum Abnehmen nutzlos.“
Beim Abnehmen muss man seine Essgewohnheiten ändern und viel Sport betreiben – so die weitläufige Meinung. Allgemeine Empfehlungen lauten, mehrmals pro Woche 60-90 Minuten Sport zu treiben. Nach einer Stunde Joggen gönnt sich der durchschnittliche Übergewichtige als Belohnung beispielsweise einen Muffin, der die bisher verbrannten Kalorien mit einem Schwups wieder neutralisiert.

Im Jahr 2000 veröffentlichte das Nachrichtenblatt „Psychological Bulletin“ einen Artikel, in dem erläutert wurde, Selbstdisziplin sei wie ein Muskel – je mehr man ihn anstrengt, desto müder wird er. Will man als unsportlicher Mensch eine Ernährungsumstellung vollziehen und gleichzeitig beginnen, viel Sport zu betreiben, strapaziert man seine Selbstdisziplin enorm und sie ermüdet. Sogleich „belohnt“ man sich mit Süßigkeiten und hat schnell mehr Kalorien zu sich genommen, als man verbrannt hat. Kommt man nun nach einer Stunde Sport wieder zurück nach Hause, legt man sich müde vor den Fernseher und bewegt sich kaum mehr.

Muffin

Englische Forscher untersuchten über 200 Kinder in einer englischen Stadt. Eine Gruppe hatte im Schulunterricht über neun Stunden Sport pro Woche, die zweite Gruppe 2,4 und die dritte Gruppe 1,7. Das Ergebnis war verblüffend. Alle Kinder hatten sich im selben Zeitraum genau gleich viel bewegt. Denn die Kinder, die weniger Sport treiben mussten, schnappten sich nach der Schule eher ein Fahrrad oder einen Fußball um sich auszutoben. Die Kinder, die mehr Sport betreiben mussten, bewegten sich weniger. Somit hatten am Ende des Tages alle Kinder gleich viel Energie verbraucht.
Übergewichtige, die abrupt anfangen sich sportlich zu betätigen, überanstrengen ihre Muskeln zumeist. Da die Menschen dann unter leichten Schmerzen leiden, vermeiden sie jegliche körperliche Anstrengung.

Nun werden viele entgegenhalten: Doch beim Sport baut man Muskulatur auf und dadurch erhöht man seinen Grundumsatz – man nimmt „im Schlaf“ ab. Richtig. Sagen wir ein Übergewichtiger schafft es, fünf Kilo Fett ab- und fünf Kilo Muskeln aufzubauen. Er erhöht dadurch seinen Grundumsatz um sensationelle 40 Kalorien – ein halbes Glas Apfelsaft gespritzt oder etwa ein Teelöffel Butter. Nicht sonderlich viel für fünf Kilo Muskeln und mehrere Wochen Plagerei.

Was ist nun die Lösung des Problems? – das Bewegungsverhalten! Ein Übergewichtiger kann es schaffen, sich über den ganzen Tag verteilt mehr zu bewegen, indem er zum Beispiel die Treppe dem Aufzug vorzieht. Er kann etwas weiter von seinem Arbeitsplatz enfernt parken, um einen kurzen Spaziergang machen zu können. Solche Aktivitäten strengen nicht an, doch bringen sie ungemein viel.
Der wichtigste Faktor beim Abnehmen bleibt jedoch das Ernährungsverhalten. Nehmen Sie an unserem Coaching auf www.netslim.de oder www.netslim.at teil und brechen auch Sie mit alten Gewohnheiten!

mlg,
Aron

5 Antworten zu Der Mythos von Sport und Abnehmen

  1. Marina sagt:

    klingt sehr interessant! Mir gefällt besonders die Forschung mit Kindern! Bravo!

  2. nadja sagt:

    Naja, so ganz richtig ist die Aussage, dass Sport zum Abnehmen nutzlos ist nicht. Es ist sehr verkürzt dargestellt. Schließlich ist es das anschließende Verhalten, also die vermehrte Kalorienaufnahme, die nicht abnehmen lässt.

    Sport und Bewegung sollte man schließlich auch nicht nur tun um Kalorien zu verbrauchen oder den Grundumsatz zu erhöhen, sondern um insgesamt gesünder zu leben. Es gibt eine Reihe von Studien, die belegen, wie gut Bewegung für unsere Gesundheit ist.

    Wer beim Sport mit jedem Schritt Kalorien zählt (und sich als Anfänger auch noch überanstrengt), wird keine Freude daran bekommen. Statt sich zu überwinden, sollte man – parallel zu seinem Essverhalten – an seiner Einstellung gegen über Sport, sich selbst und seiner Gesundheit arbeiten. Sieht man Sport erst einmal als etwas positives, macht es auch Spaß.

  3. michael sagt:

    @Nadja, viele übergewichtige oder fettleibige Kinder entwickeln jedoch keine Freude am (Schul)sport, weil die Hänseleien durch die “Kameraden” dies zunichte machen. Diese Kinder werden in der Auswahl der Mannschaften benachteiligt, weil sie stets als letztes gewählt werden und bekommen darüber hinaus immer die miesesten Positionen (z. B. als Torwart). Dies ist mit ein Faktor, der sie daran hindert, Freude für den Schulsport und den Sport allgemein aufkommen zu lassen.

  4. Bernd sagt:

    Man sollte alles machen und nichts davon übertreiben. Ein wenig Sport, verbunden mit einer ausgewogenen Ernährung, genug Ruhe und Erholung und…

    Ich glaube nur so und durch positites Denken ist Sport gesund und macht Spaß

  5. Martina sagt:

    Bin da der gleichen Meinung wie Bernd. Nur die Dosis macht das Gift.

    Und Gymnastik mache ich immer auf Antirutsch-Matten. Das schont zumindet meine Gelenke und ist angenehmer bei den Übungen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.